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OZ | Ostsee-Update - Sportliches Land

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OZ | Ostsee-Update
Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser,
Mecklenburg-Vorpommern ist nicht nur schön, sondern auch sportlich. Deshalb möchte ich Ihnen für dieses Wochenende zwei Events ans Herz legen, bei denen Sie etwas für Ihre Fitness tun und den Besuch gleich mit einem Ausflug am Strand verbinden können.
Besonders gut geht das beim 41. Usedom-Marathon am Sonnabend, der zwei Länder verbindet. Start ist in der polnischen Inselstadt Swinemünde, von dort geht es über 42,195 Kilometer bis nach Wolgast. Wenn Ihnen das etwas zu weit ist, können Sie sich die Strecke auch in einem Fünfer-Team aufteilen, noch sind Anmeldungen möglich. Natürlich kann man auch einfach beim Zuschauen Spaß haben - und nach dem Anfeuern in einem der Usedomer Seebäder ins Meer tauchen, die an der Strecke liegen.
In Rostocks Innenstadt steigt derweil am Sonntag der 29. Citylauf. Hier locken etwas kürzere Strecken als auf Usedom, aber mit Warnemünde ist auch ein tolles Urlaubsziel ganz nah.
Wer auf heiße Öfen steht, für den könnte derweil Stralsund ein heißer Tipp sein. Denn hier dürfen sich Zuschauer am Sonnabend auf die Weltmeisterschaft der Speedway-Junioren freuen. Unten haben wir für Sie weitere Beiträge über Ziele zusammengetragen, die einen Ausflug wert sind.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre - und ein sportliches Wochenende
Ihr Alexander Loew
Leitender Redakteur

Neue Skulptur und neue Gastronomie

Die Koserower Seebrücke auf Usedom ist seit Kurzem um zwei Attraktionen reicher. Zum einen gibt es auf der Seebrücke nun die Möglichkeit, kleinere Getränke zu sich zu nehmen. Auf der anderen Seite bereichert eine Stahlskulptur das Ensemble.
(Foto: H. Ewert)
(Foto: H. Ewert)
Die so ungewöhnlich wie modern konstruierte Seebrücke des Bernsteinbades wird von Tag zu Tag attraktiver. Gehörigen Anteil daran hat neben der Beleuchtung, den Holzbänken und Flaggen sowie Glocken auf dem Brückenkopf auch Björn Hadem (54) aus Dresden. Mit seinem vierköpfigen Team offeriert er dem flanierenden Publikum bei nahezu jedem Wetter Wein und Prosecco, Bier und Alkoholfreies.
Und die rege Nachfrage zu jeder Tageszeit spricht für das Niveau der Angebote. Dieser Tage werden sie außerdem um einen zweiten Ausschank erweitert, wo Cocktails und Longdrinks die Getränkekarte ergänzen.
Neue Skulptur am Ende der Seebrücke
Nicht nur die rollende Bar ist in diesen Tagen neu auf der Seebrücke, sondern auch eine knapp drei Meter hohe Skulptur aus Stahl am Ende des Bauwerkes. Konstruiert und umgesetzt wurde die Skulptur von der Künstlerin Johanna Stallbaum aus Hamburg. Sie heißt „Der Mann mit der Glocke“. Am Abend leuchtet sie sogar. „Es gibt so viele Möglichkeiten, etwas in die Skulptur zu interpretieren. Entweder die Figur zeigt einen der letzten Fischer des Ortes, welcher mit seiner Glocke die letzten Fänge einläuten will, einen Seemann, einen Besucher mit Blick auf das Meer oder auf die Insel – es gibt so viele Interpretationsmöglichkeiten“, so Stallbaum. Sie konnte die Gemeinde mit ihrer Idee überzeugen.
Trotz dieser neuen Skulptur – so richtig fertig ist die neue Seebrücke noch nicht. „Im Frühjahr werden noch die drehbaren Sessel installiert. Derzeit befinden diese sich in der Fertigung“, so Bürgermeister König. Angedacht ist auch, dass am Kopf der Seebrücke freie Trauungen durchgeführt werden können. Dies bereitet der Eigenbetriebsausschuss gerade vor. „Das Areal kann man absperren, sodass das Paar ungestört „Ja“ zueinander sagen kann“, so König.
Von Steffen Adler und Hannes Ewert
Ein Gästehaus für Jäger

Auf dem Hirschhof in Zarnitz wurden jetzt besondere Gästeunterkünfte samt einer Schulungsstätte und einem grünen Klassenzimmer offiziell eingeweiht. Insgesamt wurden etwa 800 000 Euro investiert. Was hinter dem Projekt steckt.
(Foto: T. Schröter)
(Foto: T. Schröter)
Der Hirschhof bei Zarnitz ist nicht wiederzuerkennen. Am Dienstag wurde hier ein mit fünf Wohnungen ausgestattetes Gästehaus offiziell in Betrieb genommen, das speziell für die Einquartierung von Jägern konzipiert wurde. Außerdem befindet sich im Erdgeschoss des Neubaus ein großer Schulungsraum mit Kamin, Teeküche, Flachbildschirm und einem Panoramafenster mit Blick auf den nahen Waldrand.
Ein zum Ensemble gehörender früherer Schafstall wurde zu einem grünen Klassenzimmer umgebaut und die daneben befindliche alte Futterküche wartet darauf, zu einer Metzgerei umfunktioniert zu werden, in der Jagdtouristen ihr erlegtes Wild verarbeiten können. Ende 2022 soll auch dieses Teilprojekt umgesetzt sein.
„Die Idee für dieses Vorhaben wurde vor zwölf Jahren geboren, als wir auf den Flächen der Peeneland Agrar GmbH hohe Wildschäden zu beklagen hatten und die einheimischen Jäger das Problem nicht in den Griff bekamen“, berichtet Peeneland-Geschäftsführer Bernard Kowolik. „Wir standen damals vor der Entscheidung, entweder Berufsjäger einzustellen oder eine GbR zu gründen mit dem Ziel, dass sich einheimische und auswärtige Jäger um die Bewirtschaftung der Wildbestände kümmern.“
2009 Jagen am Peenestrom GbR gegründet
2009 hob Kowolik die Jagen am Peenestrom GbR aus der Taufe, in der heute zwölf einheimische Jäger organisiert sind, die mit Jagdtouristen und -gästen aus ganz Deutschland, Österreich und den Niederlanden in dem etwa 4500 Hektar umfassenden naturnahen Revier südlich des Peenestroms zwischen Schalense und Klotzow auf Pirsch gehen.
Das Konzept ging auf: „Die Wildschäden auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen sind inzwischen deutlich zurückgegangen“, sagt Kowolik, der gemeinsam mit seinem Sohn Philipp und René Würfel der GbR vorsteht. Hinzu kommt, dass sich im Laufe der Zeit etwa 40 zumeist junge, an der Jagd interessierte Leute aus der Region regelmäßig unter dem Dach der GbR versammeln, sei es zu Treibjagden, zu Vorträgen, zum Feiern oder zum Jagdhornblasen immer mittwochabends auf dem Zarnitzer Hirschhof.
Gefördert aus dem EU-Programm Leader
Philipp Kowolik dankte während der Eröffnungsfeier den Förderern des besonderen Projektes. Insgesamt rund 800.000 Euro seien investiert worden, wobei 200 000 Euro dem EU-Förderprogramm Leader entstammen. Die verbleibende Summe habe die GbR aufgebracht. „Die Unterkünfte sind auf die Belange der Jagdtouristen ausgerichtet, die vielfach ihre Hunde mitbringen, sichere Lagermöglichkeiten für Waffen und Munition brauchen und oft auch nachts kommen und gehen, was hier niemanden stört“, erläutert Berit Müller, die als Regionalmanagerin der Leader-Aktionsgruppe Vorpommersche Küste fungiert.
Zugleich legt die GbR großen Wert darauf, Kindern und Jugendlichen aus der hiesigen Küstenregion die naturnahe Landschaft und deren Bewohner nahezubringen. Schon am Eröffnungstag nahmen Viertklässler der Wolgaster Grundschule an der Heberleinstraße im überdachten grünen Klassenzimmer Platz, wo ihnen René Würfel Präparate verschiedener Waldtiere zeigte und über Besonderheiten von Tierfellen, -knochen und Geweihen berichtete.
„Wir wollen der jungen Generation auch in Zeiten der Digitalisierung vermitteln, was für Tiere es in unserer Natur gibt und wie man mit der Landschaft umgehen muss, um sie langfristig zu erhalten“, erläutert Philipp Kowolik. „In der nahen Zarnitzer Milchviehanlage können wir sie außerdem mit der Landwirtschaft vertraut machen.“ René Würfel und Jäger Bodo Wetzel aus Hollendorf bieten zum Beispiel Schulklassen aus Lassan und Wolgast ausdrücklich an, Termine zu vereinbaren, um von dem Angebot des Hirschhofes Gebrauch zu machen und einen informativen Schultag in der Natur zu verbringen.
Von Tom Schröter
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