OZ | Ostsee-Update - So viel Schönes erwartet Sie im neuen Jahr

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OZ | Ostsee-Update
Liebe Urlauber und Einheimische,
der Jahreswechsel lief gut fürs Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern. Trotz Corona: Es kamen viele Gäste in unsere Ferienorte - und die meisten fanden es gar nicht schlimm, dass es zu Silvester keine großen Partys gab, sondern genossen die Natur, gutes Essen und das Beisammensein am Meer.
Nun kehrt nochmal Ruhe ein an der Küste, bevor die Saison im Frühjahr wieder richtig startet. Daran - da bin ich optimistisch - wird auch Omikron nicht viel ändern.
Wir haben deshalb zu Beginn des Jahres für Sie zusammengestellt, welche neuen touristischen Attraktionen es in Mecklenburg-Vorpommern zu entdecken gibt: eine schwebende Aussichtsplattform über Rügens Kreideküste, ein Sauna-Hausboot für Schwerins Seen, Luxuszelte am Kummerower See bis zum Kindergolfen in der Wismarbucht. Die Zusammenstellung meiner Kollegin Virginie Wolfram macht Lust auf viele Ausflüge in den nächsten Monaten.
Zur Wahrheit gehört auch: Der Urlaub an der Küste wird 2022 teurer. Unser Reporter Hannes Ewert beleuchtet in seinem Bericht Preissteigerungen und die Gründe dafür. Es betrifft allerdings nicht alle Häuser und Bereiche.
Weil sich ein Urlaub in MV aber immer lohnt, lege ich Ihnen einen Besuch oder ein paar schöne Tage im eigenen Land für 2022 ans Herz. Vielleicht ja schon im Februar. Da gibt es am 2.2.22 und 22.2.22 zwei tolle Termine zum Heiraten. Lesen Sie in unserem Beitrag, welche Möglichkeiten es dafür an der Ostsee gibt.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende
Leitender Redakteur

An der Ostsee bestens informiert!

Millionen für Tourismusprojekte in MV: Hier entstehen 2022 neue Angebote für Urlauber
Greifswald bekommt neues Innenstadthotel

(Foto: Christopher Gottschalk)
(Foto: Christopher Gottschalk)
Greifswald. Für ein lange geplantes Projekt soll in Kürze endlich der Startschuss erfolgen: Auf dem Areal des sogenannten A9-Quartiers am Hansering zwischen Knopf- und Johann-Sebastian-Bach-Straße wird ein neues Hotel gebaut. Wie Investor Axel Wittlinger von der Grundstücksgesellschaft Hansering A9 mbH mitteilte, hat das Wirtschaftsministerium des Landes MV im Dezember einen Fördermittelbescheid erteilt. Damit sei die Gesamtfinanzierung nun gesichert. Die Baugenehmigung der Hansestadt liegt bereits seit Sommer 2020 vor.
Laut Hansestadt konnte die Amedia Gruppe als Betreiber gewonnen werden. Sie steht für über 25 Hotels in Deutschland, Österreich, Tschechien, Italien und in den Niederlanden. Baubeginn soll nach der Frostperiode im März/April 2021 sein. Die vorbereitenden Arbeiten dafür beginnen noch im Januar, heißt es aus dem Rathaus.
Pläne sind viele Jahre alt
Die Pläne eines Hotelneubaus in der Innenstadt sind schon alt. Bereits vor über vier Jahren kündigte Wittlinger an, in der Hansestadt nah des Museumshafens investieren zu wollen. Die Rede war von einem viergeschossigen Klinkerbau mit 123 Betten, dessen Errichtung zwischen 15 und 20 Millionen Euro kosten sollte. Im November 2017 beschloss der Hauptausschuss der Bürgerschaft daraufhin den Verkauf des Grundstücks A9-Quartier am Hansering. Das Vorhaben sorgte damals für erhebliche Kontroversen, weil mit dem Bau 73 Anwohnerparkplätze wegfallen.
Betreiber sollte ursprünglich die Hotel-Gruppe Arcona aus Rostock sein. Später war von Vienna House die Rede. Im vorigen Jahr hieß es dann, dass auch diese Gruppe sich vom Projekt getrennt habe und die Berliner HR Group übernehme. Doch offensichtlich sprang auch dieser potenzielle Betreiber ab. Wittlinger hielt weiterhin am Vorhaben fest, das sich immer wieder verzögerte, weil es keine Förderzusage gab.
Auch Universität wird profitieren
Die Hansestadt begrüßte das Vorhaben von Anfang an. Denn immer wieder zeigte sich, dass in Greifswald insbesondere zu großen Tagungen und anderen Events Bettenkapazitäten fehlten. Maik Wittenbecher, Geschäftsführer der Greifswald Marketing GmbH, machte mehrfach auf das Problem aufmerksam. Noch im vorigen Jahr mahnte er: „Ohne neue Hotelansiedlung wird es keine weitere positive Tourismusentwicklung in Greifswald geben und die dringend benötigten positiven Effekte für Handel, Gastronomie und Kultur bleiben aus.“ Vom neuen Stadthotel wird auch die Universität in besonderer Weise profitieren, die mit ihren Wissenschaftlern bisher für große Kongresse in andere Städte abgewandert war.
Vertreter der Grundstücksgesellschaft Hansering A9 mbH und der Amedia Gruppe wollen am kommenden Montag über Details des Hotelneubaus informieren.
Von Petra Hase
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Rügen-Roman "Das Muschelgewand"

Renate Sattler am Strand von Glowe. (Foto: privat)
Renate Sattler am Strand von Glowe. (Foto: privat)
Rügen. Renate Sattler liebt Rügen: die Strände, die Kreideküste, die Boddengewässer, die Buchenwälder, das Hügelland, die Hünengräber, Mönchgut, die Selliner Seebrücke. Die Insellandschaft liege ihr sehr am Herzen, sagt die Magdeburger Schriftstellerin.
Doch sie sieht auch große Tourismuszentren. „Und Ferienhäuser über Ferienhäuser, wo im Winter nichts los ist, wie in Glowe“, so die 60-Jährige. „Die Insel sollte nicht zugestellt werden mit weiteren Ferienanlagen für Urlauber. Im Sommer ist alles überlaufen. Es muss Raum bleiben für den Seeadler, den man bei einsamen Wanderungen beobachten kann.“
Sie verstehe den wachsenden Unmut der Einheimischen. Bei ihren Rügenaufenthalten ist sie auf Bürgerinitiativen gestoßen, die sich gegen neue Hotelkomplexe wehren. So in Lohme, wo der Bau eines Gesundheitsresorts schließlich am Willen des Volkes scheiterte. Auch Renate Sattler hatte sich mit ihrer Unterschrift gegen das Tourismusprojekt ausgesprochen. Sie war im Januar das letzte Mal auf Rügen und hat auch das Engagement der Bürgerinitiative in Göhren mitbekommen. Denn der Hotelkomplex steht nun dort am Südstrand und ist nicht nur auf Mönchgut sehr umstritten.
Den Konflikt um Landnahme, Ausverkauf und Verdrängung der Einheimischen greift Renate Sattler in ihrem Roman „Das Muschelgewand“ auf und verlegt den fiktiven Ort der Handlung an die Rügener Kreideküste. In Gottesgnade soll der Leuchtturm an Investoren verkauft werden, was die Vertreibung der Familie Strahlow bedeutet, die seit Generationen im Leuchtturmwärterhaus lebt.
„Es gibt noch immer zu wenig Arbeit“
Während ihrer Recherchereisen auf Rügen hatte sich Renate Sattler auch zur Lebenssituation der Insulaner umgeschaut. „Es gibt noch immer zu wenig Arbeit, auch wenn kleinere Firmen Hoffnungsträger sind“, hatte sie dabei festgestellt. In dieser Situationen seien 2015 Flüchtlinge nach Deutschland und MV gekommen und Anschläge auf Asylunterkünfte verübt worden.
„Mich trieb die Frage um: Was passiert auf der Seite der Flüchtlinge, die alles verloren haben und den schweren Schritt gehen, in einem anderen Land neu zu beginnen, aber ihre Kultur, Religion und Lebensweise mitbringen? Und was passiert mit denen, bei denen sie ankommen?“, so Sattler. „Ich habe mich gefragt, wo es in der Geschichte einen Markstein gibt, mit dem etwas begann, das den jetzigen Zustand der Welt trägt und eine Situation, in der verschiedene Kulturen aufeinanderprallten, wo es Auswanderung und Einwanderung in Dimensionen wie seit 2015 gab.“
Schnittstelle mit der Geschichte gefunden
Sie stieß auf die Gründung der ersten englischen Kolonie außerhalb Europas in Nordamerika vor 400 Jahren und auf das erste Volk, das vollständig ausgelöscht wurde: die Paspahegh, die in Tsennacommacah siedelten, das die Engländer Virginia nannten. Und sie fand eine weitere Schnittstelle mit der deutschen Geschichte: die massive Auswanderung Deutscher in die USA im 19. Jahrhundert.
In ihrem Rügen-Roman erzählt die Autorin auf drei unterschiedlichen Zeitebenen von Inbesitznahme und Verdrängung vom eigenen Land, von Aus- und Einwanderung in Gegenwart und Geschichte und bedient sich bei den Mitteln des Magischen Realismus, der fantastische mit realistischen Elementen vermischt. Ausgangspunkt ist die Gegenwartshandlung in Gottesgnade. Für Fietje Strahlow, Sohn des letzten Leuchtturmwärters, ist der Turm Zentrum seiner Kindheit. Doch jetzt sollen Großprojekte Geld in die Region spülen. Für einen Hotel- und Wellnesskomplex will der Gemeinderat sogar das an den Leuchtturm grenzende Biotop opfern.
Bürgerinitiative kämpft um Zukunft des Heimatortes
Fietje resigniert und versucht, seine Frau Maline zur Auswanderung in die USA zu bewegen. Dorthin war einst auch Malines Urgroßonkel gegangen, dessen Spuren sie nachforscht. Sie aber will auf Rügen bleiben. Monate später taucht ein Fremder in einem Einbaum in der Bucht auf. Er bringt Nachricht von Fietje und soll Maline über den Atlantik in die USA zu holen. Doch Maline kämpft inzwischen mit der Bürgerinitiative um die Zukunft ihres Heimatortes. In dieser angespannten Atmosphäre kommen Flüchtlinge in Gottesgnade an. Als das Flüchtlingsheim brennt, wird der Fremde, der ein geheimnisvolles Muschelgewand trägt, Malines Verbündeter.
Den Wind mit dem Diktiergerät aufgenommen
Wie viele Filmemacher nutzt auch Renate Sattler für ihren Soff die schönsten Kulissen der Insel kompakt. So tauchen neben dem Höllgrund bei Lohme, dem Nationalpark und Sassnitz auch die Seebrücke und der Strand von Sellin plötzlich an der Kreideküste auf. „Gottes Gnade setzt sich zusammen aus Sellin und Lohme“, erzählt die Autorin. Um die Atmosphäre an der Küste einzufangen und sich beim Schreiben im heimatlichen Magdeburg inspirieren zu lassen, hat sie bei ihren Rügenreisen viele Fotos von der Landschaft, aber auch von Straßennamen zur Orientierung gemacht. Außerdem hat sie zum Diktiergerät gegriffen. „Damit habe ich den Wind aufgenommen“, so Sattler. Sie würde sich freuen, bald einmal für eine Lesung nach Rügen zu kommen.
Von Gerit Herold
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