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OZ | Ostsee-Update - Schon wieder Bangen um die Störtebeker Festspiele

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OZ | Ostsee-Update
Liebe Urlauber und Einheimische,
die gute Nachricht zuerst. Heute beginnen die Winterferien in unserem schönen Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern. Berlin und Brandenburg haben bereits seit dieser Woche frei, weitere Bundesländer folgen.Trotz Corona dürfen Hotels und Ferienwohnungen Gäste empfangen - und auch an Freizeitaktivitäten ist wieder einiges möglich.
Wir haben deshalb einige Tipps für Sie zusammengetragen, was Sie nun Tolles erleben können. Unsere Volontärin Stefanie Ploch nennt sechs Ideen für Usedom, Redakteurin Antje Bernstein legt Ihnen Erlebnisse in der Rostocker Region ans Herz. Und ebenfalls passend zu den Ferien macht das Spaßbad Wonnemar in Wismar endlich wieder auf.
Nicht ganz so gute Nachrichten gibt es derweil von einer der wichtigsten touristischen Veranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Störtebeker Festspiele auf Rügen bangen im dritten Jahr in Folge um ihre Austragung.
Vor der Corona-Krise lockte dieses Spektakel jährlich mit 67 Aufführungen fast 400.000 Gäste auf die Freilichtbühne nach Ralswiek. Warum die Macher nun schon wieder fürchten, dass sogar die ganze Saison im Sommer ausfallen könnte, beleuchtet mein Kollege Mathias Otto in seinem Beitrag.
Als Störtebeker- und Rügen-Fan seit vielen Jahren hoffe ich für die Piraten um Festspiel-Gründer Peter Hick, dass sich noch alles zum Guten wendet.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und wunderbare Winterferien.
Herzlichst
Ihr Alexander Loew
Leitender Redakteur

Bangen um Rügener Störtebeker Festspiele 2022: Tourismusverband übt Druck auf Schwerin aus

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten die Störtebeker Festspiele auf der Insel Rügen zwei Jahre in Folge nicht stattfinden. Selbst für 2022 fehlen dem Veranstalter jegliche Perspektiven zur Planung und Durchführung der Festspiele – und das trotz der Corona-Lockerungen im Kulturbereich. Der Tourismusverband nimmt nun die Landespolitiker in die Pflicht.
(Quelle: Wenke Büssow-Krämer)
(Quelle: Wenke Büssow-Krämer)
Ralswiek. Das Ergebnis vom Kultur-Gipfel am Dienstag macht Kulturschaffenden Mut. Sie können planen, auch wenn die Corona-Ampel auf Rot zeigt. Das gilt für Theater, Kinos und Museen, die in Innenräumen 200 Besucher empfangen dürfen. Doch was ist mit den Veranstaltern, die ihre Open-Air-Saison schon längst geplant haben müssen? Die Zeit drängt für große Häuser wie die Störtebeker Festspiele. Für die Saison von Juni bis September müssen jetzt Verträge gemacht, Komparsen gesucht und die Proben für das Stück vorbereitet werden. Doch eine Planungssicherheit und eine Perspektive für Theaterveranstaltungen im Freien kann derzeit niemand geben.
Laut Kulturministerin Bettina Martin (SPD) dürfen zukünftig auch in der höchsten Stufe der Landes-Corona-Ampel Kulturbetriebe geöffnet bleiben – jedoch haben nur Geimpfte und Genesene mit zusätzlichem Corona-Test (2G plus) Zugang. Zudem besteht auch am Platz eine Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske und die Kapazität bleibt eingeschränkt. Den Angaben zufolge dürfen nur 30 Prozent der maximal möglichen Besucher zugelassen werden – zusätzlich gilt hierfür eine Obergrenze von 200 Personen. Dies gilt allerdings nur für Innenräume.
Situation abhängig von Corona-Lage
„Wir ermöglichen mehr Planungssicherheit im Kulturbereich. Und wir ermöglichen mehr Kultur“, sagte Martin. Die Ministerin habe viele Gespräche mit Kulturschaffenden in den vergangenen Tagen geführt, wie Sprecher Christian Moeller sagt. Der Rücklauf sei durchaus positiv gewesen. Viele Betreiber von Theatern und Museen sehen in dieser Entscheidung eine Perspektive für die Saison und seien erleichtert. Eine Aussicht für große Open-Air-Häuser kann das Ministerium gegenwärtig nicht geben.
„Bei den Störtebeker Festspielen herrscht derzeit die gleiche Situation wie bei anderen Häusern auch. Wir können im Moment nicht sagen, dass jetzt 200 Personen zugelassen sind und zu einem Zeitpunkt x die kompletten Ränge. Sie Situation ist abhängig von der Corona-Lage“, sagt Christian Moeller.
Wie und ob die Open-Air-Veranstaltungen in Ralswiek im Jahr 2022 stattfinden werden, kann also noch nicht geklärt werden. Geschäftsführerin Anna-Theresa Hick möchte sich zum jetzigen Zeitpunkt zur bevorstehenden Saison nicht äußern. Erst dann, wenn es tatsächlich etwas zu verkünden gibt.
„Veranstaltern fehlt jegliche Perspektive“
Währenddessen übt der Tourismusverband Rügen Druck auf Schwerin und Landkreis aus. Mit einem Brief wandte sich der Vorsitzende Knut Schäfer an Kultusministerin Bettina Martin, an das Tourismus-Ministerium, an die Parlamentarischen Staatssekretäre Patrick Dahlemann und Heiko Miraß sowie an Landrat Stefan Kerth (alle SPD). „Für das Jahr 2022 fehlen dem Veranstalter bisher jegliche Perspektiven und Verbindlichkeiten zur Planung und Durchführung der Festspiele, die wie kein anderes Produkt unsagbar mit der Tourismusentwicklung Rügens in der Nach-Wende-Zeit verbunden sind“, teilt er mit.
„Die Dynamik der Pandemie ist allgemein bekannt und kritisch zu betrachten, darf aber nicht dazu führen, dass Veranstaltern auch von vergleichbaren Formaten jegliche Sicherheit zur Planung verwehrt wird und das Qualitätsprodukt einer ganzen Region nachhaltig Schaden nimmt.“ Der Tourismusverband bittet deshalb, dass die Politiker Kontakt zu den Veranstaltern aufnehmen und gemeinsam eine Lösung finden.
Von Mathias Otto
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Baltic Sea Philharmonic veröffentlicht neue Single

Das Lied „Midnight Mood“ des Baltic Sea Philharmonic ist auf der estnischen Plattform nEscapes veröffentlicht worden. Das Besondere: Die Künstler aus dem baltischen Raum haben – wegen Corona – alles von zu Hause aus aufgenommen.
( Quelle: Peter Adamik)
( Quelle: Peter Adamik)
Zinnowitz. Das Baltic Sea Philharmonic hat die Single „Midnight Mood“ des Musikprojektes „Musical Chain“ auf dem estnischen Label nEscapes veröffentlicht. „Midnight Mood“, inspiriert von der Peer Gynt-Suite Nr. 1 von Edvard Grieg bildet den Auftakt der Videoreihe. Mit der ersten Singleauskoppelung verknüpft das Orchester die Hoffnung auf einen Neubeginn und einem Ende der für Musiker entbehrungsreichen Pandemie, heißt es in der Pressemitteilung.
Das Stück wurde mit 13 Musikerinnen und Musikern aus Polen, Lettland, Estland, Russland, Finnland und Deutschland produziert, unter Federführung von Kristjan Järvi. Das Besondere: Jeder nahm das Lied bei sich zu Hause auf, als sich ganz Europa wegen der Corona-Pandemie im Lockdown befand.
Video wurde schon oft angesehen
Diese Musiker des Baltic Sea Philarmonik sind in Schwarz-Weiß-Aufnahmen im Video zu sehen, kombiniert mit beeindruckenden nordischen Landschaften. Das Video wurde bereits im Juli 2020 auf den Social-Media-Kanälen des Baltic Sea Philharmonic veröffentlicht und bisher mehr als 20 000 Mal auf YouTube und fast 60 000 Mal auf Facebook aufgerufen.
Die Musik zu „Midnight Mood“ fängt die Vorfreude auf einen neuen Morgen ein, indem sich zu beruhigenden Streicherklängen und elektronischen Sounds langsam weitere Instrumente hinzugesellen. Die Musik lässt so die Empfindung anwachsenden Lichts, den Anbruch eines neuen nordischen Tages in Tönen spürbar werden. Dabei beruhigt das Stück und wirkt doch zugleich inspirierend, vereint intime Momente mit ganz elementaren Eindrücken.
Das Projekt „Musical Chain“ spiegelt den grenzüberschreitenden Geist des Baltic Sea Philharmonic wider, seine Leidenschaft für innovative Kooperationen und sein Bestreben, die Energie, den Stil und die kreative Freiheit seiner Live-Auftritte über die digitalen Medien zu vermitteln.
Seit seiner Gründung 2008, initiiert durch das Usedomer Musikfestival, realisierte das Baltic Sea Philharmonic über 100 Konzerte vor mehr als 120 000 Konzertgängern in 16 Ländern – von Europa bis in die Vereinigten Arabischen Emirate. Dabei tritt das Baltic Sea Philharmonic an, die Präsentation und Aufführung von Musik im 21. Jahrhundert zu revolutionieren.
Von sp
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