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OZ | Ostsee-Update - Ostsee-Urlaub ab Ostern?

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Wird zu Ostern Ostsee-Urlaub in MV möglich?

(Quelle: dpa)
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Laut Knut Schäfer, Vorsitzender des Rügener Tourismusverbands, sind die Voraussetzungen im Gastgewerbe für ein erfreulicheres Jahr besser geworden. Die Betriebe profitieren von ihrer Erfahrung, um sich an neue Situationen anzupassen, außerdem herrsche inzwischen mehr Klarheit. „Zurzeit gibt es trotz hoher Inzidenzen keinen Lockdown“, erklärt der Verbandschef.
Die Betriebe hätten sich auf die Corona-Situation eingestellt, zudem sei der innerdeutsche Tourismus noch immer so beliebt wie nie zuvor. Fernreisen spielen dieses Jahr noch keine Rolle. Julia Bülow, Geschäftsführerin beim regionalen Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst, bestätigt das: „Die Vorbuchungen für den Sommer sind auf einem guten Stand.“
Doch ​Corona ist nicht das einzige Problem, das einen langen Schatten auf das Tourismusjahr 2022 wirft: Fast sämtliche Hotels und Restaurants suchen händeringend nach Arbeitskräften. „Der Markt ist vollkommen abgegrast“, sagt Mirko Bark, Hotelier aus Zingst. Vergangenen Sommer musste er deshalb das Restaurant, das zu seinem Hotel „Seebrücke“ gehört, mitten in der Saison tageweise schließen.
Der Personalkrise dämpft die in der Branche keimende Hoffnung, dass die Geschäfte mit den Gästen wieder besser laufen könnten als in den beiden Vorjahren. „Es gibt einen zaghaften Optimismus“, sagt Tobis Woitendorf, Geschäftsführer beim Landestourismusverband. Trotz allgemeiner Erschöpfung richten sich viele Vermieter auf einen möglichen Saisonstart zu Ostern ein, der in den beiden Jahren zuvor ins Wasser fiel.
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„Datjulschen“ ist Rügens Instagram-Star

Juliane Herud (32) ist erfolgreiche Influencerin. (Foto: Maria Gielow)
Juliane Herud (32) ist erfolgreiche Influencerin. (Foto: Maria Gielow)
“Guten Morgen, ihr Lieben. Ich mach’ mich gerade fertig. Wir fahren nämlich gleich zu meinen Schwiegereltern. Heute Mittag geht’s dann nach Hamburg – es ist mal wieder so weit“, erzählt die junge Frau mit den langen, vollen, blonden Haaren, während sie vor dem Spiegel steht und Concealer unterhalb ihrer blaugrauen Augen aufträgt. Es ist, als würde sie mit ihren Freundinnen quatschen, doch sie spricht in ihre Handykamera – zu über 180 000 Menschen.
Juliane Herud ist Influencerin und das erfolgreich. Auf ihrem Account „Datjulschen“ zeigt sie ihren Followern täglich, wie sie ihren Alltag als Mutter eines zweijährigen Sohnes bestreitet, welche Mode-Tipps sie hat, wie sie Sport macht oder wie schön „ihre“ Insel Rügen ist. „Ich bediene die Kategorie Lifestyle, zeige einfach mein Leben“, sagt die 32-Jährige und grinst, wobei die kleinen Lachfalten um ihre Augen zum Vorschein kommen.
Werbedeals mit „Gymondo“ und „About you“
Jule, wie Freunde sie nennen, strahlt Natürlichkeit aus – und das obwohl sie top gestylt und geschminkt ist. „Ich liebe shoppen und Fashion, mag es, mich täglich zurechtzumachen.“ Umso praktischer, dass sie das mit ihrem Influencer-Job verbinden kann: Denn die Rüganerin zeigt eben nicht nur einfach ihr Leben, sondern bewirbt auch verschiedenste Produkte.
„Ich habe monatlich fünf bis sechs feste Werbekooperationen“, verrät sie. Dazu zählen Unternehmen wie der Online-Moderiese „About you“, der Fitness-App-Anbieter „Gymondo“, der Discounter-Konzern „Lidl“ oder das Gewürz-Start-up „Just Spices“. Ein lukratives Geschäft, daraus macht Jule keinen Hehl: „Ich kann gut davon leben.“ Wie viel sie verdient, das bleibt allerdings ein Geheimnis: „Ich darf es gar nicht erzählen, das ist vertraglich so geregelt.“
Herz schlägt für Rügen – und einen besonderen Ort
Seit Kurzem arbeitet die Influencerin auch mit dem norddeutschen Kaufhaus Stolz zusammen. „Ich möchte in Zukunft noch mehr mit regionalen Firmen machen“, erzählt sie. Denn Jule sei absolute Lokalpatriotin, liebt ihre Heimat. Deshalb hat es sie nach 16 Jahren auch zurück nach Rügen verschlagen. „Im Moment haben mein Mann und ich auch noch eine Wohnung in Hamburg, wir pendeln, aber mein Hauptwohnsitz ist nun wieder die Insel.“
Jules Magic Point, ihr magischer Ort, ist im Übrigen Sellin mit der Seebrücke: „Weil ich zum einen dort meinen Freund bei einer Beachparty kennengelernt habe, aber auch, weil ich so viele schöne Kindheitserinnerungen damit verbinde.“ Und da sind sie wieder, die Lachfältchen, die sie so authentisch wirken lassen.
Die ganze Geschichte über „Datjulschen“ lesen Sie hier.
Mysteriöses Fischsterben auf Rügen

Helfer holen tonnenweise tote Fische aus Jasmunder Bodden (Foto: Uwe Driest)
Helfer holen tonnenweise tote Fische aus Jasmunder Bodden (Foto: Uwe Driest)
Die Ursache bleibt vorerst weiterhin im Dunkeln, aber eines lässt sich bereits jetzt sagen: Das massenweise Sterben der Fische im Kleinen Jasmunder Bodden hat das Ausmaß einer veritablen Umweltkatastrophe.
Am Montag begann nun zunächst eine großangelegte Sammelaktion, um tote Tiere zumindest aus den flachen Uferbereichen zu entnehmen. Rund 70 Helfer von Anglerverband, Technischem Hilfswerk (THW) und Biosophärenreservat Südostrügen machten sich unter Leitung des Staatlichen Amts für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) daran, mit großen Forken bewehrt, Fische aller Größen und Arten aus dem Schilfgürtel zu sammeln. „Ich stehe kaum zehn Minuten an dieser Stelle und habe schon einen blauen Sack voll“, ruft einer der rund 40 helfenden Angler erstaunt angesichts des Ausmaßes.
Dabei hatte der Wind die meisten der Kadaver ans Ostufer des Bodden vor Prora getrieben. Dort war ein Zug des THW im Einsatz und hatte allein auf einem etwa 50 Meter langen Abschnitt etwa eine Tonne toter Fische geborgen. „Wir sind mit 25 Kameraden aus Bergen, Stralsund und Wolgast hier, die zwei Boote des Havariekommandos und einen Kran mitführen“, sagt THW-Einsatzleiter Heiko Blath. Der Kran wird benötigt, um die große Container-Mulde zu bewegen, in der die Fische letztlich gesammelt wurden. Auch Zelte, um sich angesichts der Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt aufzuwärmen, hatte das THW aufgebaut. „Denkt an Eure Gesundheit – das Wasser ist kalt“, rief Blath den Helfern zu, die sich mit Watthosen und Handschuhen ausgestattet an die Arbeit machten.
Was ist die Ursache für das Fischsterben? Auf der Insel Rügen gibt es viele Gerüchte
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