OZ | Ostsee-Update - Kultur-Sensation auf Usedom

#26・
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Liebe Urlauber und Einheimische,
viele von Ihnen machen jetzt die Urlaubspläne für nächstes Jahr. Ein Datum sollten sie sich auf jeden Fall vormerken, wenn sie die Kultur lieben: Vom 20. bis 22. Mai 2022 kommen die New Yorker Philharmoniker nach Usedom und geben im Kraftwerk Peenemünde drei Konzerte. Dieses Ensemble mit Weltruf - das ist ein echter Coup für das gastgebende Usedomer Musikfestival. Wie diese Sensation gelingen konnte, was sich die Veranstalter erhoffen und wie Sie an Karten kommen, hat mein Kollege Thorsten Czarkowski für Sie aufgeschrieben.
Weniger Spaß bei der Urlaubsplanung für nächstes Jahr haben derweil sicher einige Dauercamper in Zempin auf Usedom, denen nach vielen Jahren auf “ihrem Zeltplatz” die Verträge für ihre Stellflächen gekündigt wurden. Unser Reporter Hannes Ewert hat sich auf Ursachenforschung begeben und erzählt die Hintergründe der Geschichte. Wie er herausfand, geht es dabei auch um einen Protestbrief, den einige Camper an die Geschäftsleitung des Platzes schrieben.
Ein erfreulicheres Thema: Der zweite Advent steht vor der Tür. Und trotz hoher Corona-Zahlen gibt es im Urlaubsland MV auch noch einiges zu erleben, wenn man die Corona-Regeln beachtet. So hält Bergen auf Rügen zum Beispiel an seinem Weihnachtsmarkt von heute bis Sonntag unter 2G plus fest. Auch der größte Weihnachtsmarkt des Nordens in Rostock bleibt trotz strenger Vorschriften vorerst geöffnet.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.
Herzlichst,
Ihr Alexander Loew
Leitender Redakteur

New York Philharmoniker spielen 2022 auf Usedom: „Signal des Friedens und der Freiheit“
Kult-Bar Larry’s auf Rügen macht zu

Die Bar mit den beiden Faultier-Maskottchen war einer der letzten Treffpunkte für junge Menschen in Bergen auf Rügen. Einer der Betreiber erzählt, warum es keine Alternative gab und wo ein ganz kleiner Hoffnungsschimmer liegt.
Bergen. Aus, Schluss, vorbei. Das Larry’s, eine der letzten verbleibenden Bars in Bergen macht dicht. „Das hat mit Corona und allen Auswirkungen zu tun, klar. Mit dem letzten Lockdown ging es steil bergab“, beschreibt einer der beiden Betreiber, Lars Truhlsen. „Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man merkt, es geht einfach nicht mehr.“
Seit 2019 führte er gemeinsam mit Rory McDermott die Bar im Zentrum Bergens in der Bahnhofsstraße, kämpfte sich mit den rund 15 Mitarbeitern durch Lockdowns und Öffnungen der vergangenen Jahre. Zum Jahresende soll nun endgültig Schluss sein in der Lounge, die mit zwei riesigen Faultieren für stilechtes „Abhängen“ warb.
Mitarbeiterschwund im Lockdown
„Wir haben hier vor allem mit 450-Euro-Jobbern gearbeitet“, beschreibt Lars Truhlsen. „Die haben sich in Zeiten der Lockdowns anders orientiert. Unsicherheit spielt da sicher eine Rolle. Aber auch die Arbeitseinstellung ist eine ganz andere geworden, man richtet sich mehr zu Hause ein.“ Die Arbeit in einer Bar sei toll, aber eben auch anstrengend. „Wenn die anderen fertig sind mit Feiern, geht für uns die Arbeit nochmal richtig los“, so der 31-jährige gelernte Gastronom. „Dazu habe ich selbst einen ganz normalen 40 Stunden Job bei GTO (Gebäude Tourismus Objekte) in Sagard.“ Das Larry’s sei quasi sein Hobby, das er an die reguläre 40-Stunden-Woche anhänge.
2G plus führte zum Ausbleiben der Gäste
„Mit der Einführung von 2G plus war dann endgültig Schluss“, erinnert sich Lars Truhlsen. „Wer stellt sich denn für einen Schnelltest an, um in eine Bar zu gehen? “ Selbst die Stammgäste blieben aus. Es sei traurig gewesen, diese Entwicklung zu sehen, ergänzt Mitarbeiterin Charlie Ann Wolf. „Wir hatten ja noch geöffnet, aber es ist keiner mehr gekommen“, beschreibt sie. „Sicherlich kann man noch mal Großputz machen hinter der Bar. Aber das ist doch nicht der Sinn der Sache.“ Auch das Überwachen der Corona-Regeln sei eine ständige Herausforderung gewesen. „Die Leute trinken und rauchen, sie gehen von der Bar zum Tisch und umgekehrt, sehen andere Leute und plaudern“, so Charlie. „Das ist ja ein Treffpunkt, in dem immer Bewegung ist, nicht wie in einem Restaurant.“
Zempin: Warum treue Dauercamper plötzlich ihre Plätze räumen müssen
Zuckerdach und Fenster aus Gelatine

Usedomer Konditor baut Benzer Mühle aus Lebkuchen
Bäckermeister Thore Heinrich (25) gestaltete die Benzer Mühle als Lebkuchenhaus. Das Kunstwerk ist nun im Hotel „Das Ahlbeck“ zu sehen. 14 Stunden arbeitete der gebürtige Rheinland-Pfälzer an dem süßen Produkt.
Ahlbeck. Morgens in aller Herrgotts Früh ist sie entstanden, die Benzer Mühle aus Lebkuchen und Zuckerguss. Das Meisterwerk von Thore Heinrich, der seit bald drei Jahren als Bäcker und Konditor im Hotel DAS AHLBECK arbeitet, ist dort seit dem gestrigen 1. Advent zu bewundern. Die rund 90 Zentimeter hohe Lebkuchen-Mühle steht im Durchgang vom Stammhaus hinüber zum Neubau, der vor etwas mehr als zwei Jahren eröffnet wurde.
Der Bäckermeister hatte im Herbst 2019 die Ahlbecker Seebrücke als Lebkuchen-Miniatur nachgebaut. Im vergangenen Winter fiel die Aktion wegen des Lockdowns dann aus. Eigentlich wollte er 2020 mit einer „Weltreise“ starten. Das erste Lebkuchen-Modell sollte der Eiffelturm werden. Dann besann sich der gebürtige Pfälzer eines anderen: „Die Leute hier sind sehr heimatbezogen“. Ergo sollte doch wieder ein regionales Motiv entstehen.
Peenebrücke oder Baumwipfelpfad?
Durch seinen Kopf gingen verschiedene Bauwerke, so unter anderem die Peenebrücke in Wolgast und der Baumwipfelpfad in Heringsdorf. Der wäre allerdings zu komplex gewesen. Deshalb fiel letztendlich die Wahl auf die Holländerwindmühle, die auf dem Benzer Mühlenberg steht. Thore Heinrich hat Erfahrung mit seinen speziellen Lebkuchen-Häuschen. Drum weiß er, dass er die Originale nicht hundertprozentig maßstabsgerecht nachbauen kann. Dafür „lebt“ der Lebkuchen zu sehr, will heißen, er arbeitet beim Trocknen noch nach und kann sich verziehen.
An der Ostsee bestens informiert!

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