OZ | Ostsee-Update - Erdbeben in der Ostsee

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Erdbeben vor der Insel Rügen?

Laut der Meldung des Internetportals „Volcano Discovery“ soll es am Mittwoch, 18. August, in den frühen Morgenstunden zu einem Seebeben in der Ostsee etwa drei Kilometer vor Sellin gekommen sein. Ursachen könnten demnach eine Minentätigkeit, Explosionen, ein Überschnallknall, Donner oder Ähnliches sein.
Die Monitoring-Seite sammelt unter anderem Daten zu Vulkanausbrüchen und Erdbeben weltweit und wird betrieben von verschiedenen Experten auf diesem Gebiet. Unter anderem von dem deutschen Geologen und Vulkanologen Dr. Tom Pfeifer. Dieser bestätigte auf Anfrage, dass es sich nicht um ein Seebeben in der Ostsee gehandelt hat.
Mecklenburg-Vorpommern hat keinen Erdbebendienst
„Unser System hat nichts detektiert“, erklärte auch Stefanie Donner, die diensthabende Seismologin des Erdbebendienstes des Bundes bei der Bundanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Hannover. Allerdings seien Erdbeben in Deutschland durchaus möglich. Dies ist auf die vergangene Eiszeit zurückzuführen und die Eisberge in Skandinavien, erklärte Donner. Dort entstand durch das Eis eine Delle im Land, die sich über die Jahrtausende durch sogenannte isostatische Hebung immer mal wieder ausdehnt. Bei diesen Hebungen kann es demnach zu Erdbeben kommen.
Bundeswehr fliegt mit Überschall über die Ostsee
Wir seien in Mecklenburg-Vorpommern aber nicht gefährdet, erklärte Laurence N. Warr, Professor für Ökonomische Geologie und Geochemie an der Universität von Greifswald. Demnach liege das letzte Erdbeben im Nordosten vor Rügen etwa fünf bis sechs Jahre zurück.
Könnte es sich um einen Überschallflug der Bundeswehr gehandelt haben? „Wir fliegen zwar auch mit Überschall, aber am Mittwoch hat dort meines Wissens keine solche Übung stattgefunden“, sagte Oberstleutnant Matthias Ackermann, Pressesprecher beim Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ in Laage. „Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass eine Erdbebenmeldung von einem Luftfahrzeug ausgelöst wird. Ich denke nicht, dass das hier der Fall war.“
Keine Explosion in der Ostsee bekannt
Eine Munitionsexplosion schließt Robert Mollitor, Leiter des Munitionsbergungsdienstes von Mecklenburg-Vorpommern, ebenfalls aus. Ihm liege nichts dazu vor.
Was war es am Ende denn nun, was das Internetportal melden konnte? Ganz geklärt ist das nicht, aber Vulkanologe Pfeifer vermutet, es könnte sich schlicht um die Brandung durch den starken Wind der vergangenen Tage im Land gehandelt haben.
Von Lisa Walter und Elisa Jäger
Forum: Wie weiter mit dem Bug auf Rügen?

Auf dem Bug im Nordwesten Rügens soll ein großes Ferienresort entstehen.
Auf dem Bug im Nordwesten Rügens soll ein großes Ferienresort entstehen.
Zum Diskussionsforum unter dem Titel „Wie weiter am Bug – Umdenken im Tourismus auf Rügen?“ hatte die OSTSEE-ZEITUNG vor das Gemeindezentrum „Alte Schule“ in Dranske geladen und rund 200 Interessierte von der ganzen Insel waren gekommen. Auf dem Podium hatten neben Landrat Stefan Kerth, Jan Trenkmann (Dezernatsleiter Umwelt Landkreis), und dem Dransker Bürgermeister Lothar Kuhn, auch Tourismusverbandschef Knut Schäfer, der Generalplaner Tom Krause und Stefanie Dobelstein von der Initiative „Lebenswertes Rügen“ Platz genommen. Redaktionsleiterin Anne Ziebarth ließ sich bei der Moderation vom Binzer Kurdirektor Kai Gardeja unterstützen.
Das wichtigste Ergebnis der Diskussion in Dranske dürften die Aussagen von Bürgermeister Lothar Kuhn und Planer Tom Krause gewesen sein. Während das Dransker Gemeindeoberhaupt einräumte, dass die isralisch-amerikanische Investorengruppe abgesprungen ist, hielt Krause dagegen: „Wir haben Planungsrecht und wir haben definitiv den neuen Investor.“
Das Video von der Veranstaltung mit allen Aussagen können Sie sich hier ansehen.
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