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OZ | Ostsee-Update - Bekommt Rügen sein Fürstenschloss zurück?

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Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser,
das wäre eine touristische Sensation: Auf Rügen gibt es Pläne, das historische Fürstenschloss aus dem 19. Jahrhundert (wurde nach dem zweiten Weltkrieg gesprengt) wieder aufzubauen. Warum das Mammutprojekt, das an die Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses erinnert, jetzt Fahrt aufnimmt, hat meine Kollegin Anne Ziebarth für sie herausgefunden.
Der entsprechende Förderverein in Putbus ist jedenfalls fest entschlossen, das Vorhaben nach jahrelanger Diskussion umzusetzen, denn die weiße Stadt im Herzen von Deutschlands größter Insel funktioniere nur im Dreiklang Schloss, Park, Ort, sagen die Macher. Dem Rückhalt in der Bevölkerung sind sie sich gewiss, einen Finanzierungsplan und eine Nutzungsidee gibt es auch. Und: Mit etwa 60 Millionen Euro Wiederaufbaukosten wäre das Putbusser Schloss im Vergleich zu Berlin (680 Millionen Euro) ein Schnäppchen.
Auf Schnäppchen hoffen auch die Kunden des großen neuen Einkaufszentrums, das in Swinemünde auf Usedom nur 200 Meter hinter der deutschen Grenze in Polen eröffnet hat. Meine Kollegin Martina Rathke hat für Einheimische und Urlauber den Test gemacht, ob sich ein Ausflug wirklich lohnt.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre dieser und weiterer OZ-Artikel aus dem Urlaubsland MV.
Ein schönes Wochenende
Herzlichst,
Leitender Redakteur

Usedomer Hotel bietet Ahrtal-Fluthelfern Urlaub

Stefanie und Volker Münch (l.) aus Hönningen an der Ahr genießen zurzeit Erholung pur auf Usedom. Das Kölpinseer Strandhotel „Seerose“ hat die seit der Flutkatastrophe im Juli emsigen Helfer jetzt zu einer Gratiswoche Halbpension eingeladen. Wir haben sie getroffen.
Kölpinsee. „Wir fühlen uns verbunden mit den Opfern und Rettern der Hochwasserkatastrophe vom vergangenen Sommer in Südwestdeutschland. Deshalb haben wir drei Gutscheine für einen einwöchigen Hotelaufenthalt an den Landrat des Kreises Ahrweiler geschickt“, erläutert Vizedirektorin Nicole Meister die Aktion, die von der Leitung und den Mitarbeitern der Berolina Hotel- und Gaststättengesellschaft getragen wird.
Und nun sind die ersten Gäste aus Hönningen im mittleren Ahrtal auf der Insel Usedom: Stefanie (53) und Volker Münch (54). Beide haben nach der Naturkatastrophe vom 14. Juli besonders in ihrer 1000 Einwohner zählenden Heimatgemeinde de facto ohne Pause mitgeholfen, die Folgen des Unglücks zu mildern. Deshalb fiel wohl die Wahl der zuständigen öffentlichen Stellen auf den gewählten Ortsvertreter und seine Partnerin.
„Kräfte gingen langsam zur Neige“
„Wir haben zunächst lange hin und her überlegt, ob man in dieser nach wie vor sehr angespannten und kritischen Lage überhaupt Urlaub machen kann und sollte. Und ob es möglich sein wird, dass wir mal ein paar Tage abschalten, die Akkus wieder aufladen, neue Hoffnung schöpfen können“, berichtet die als Integrationsbeauftragte an einer Grundschule tätige Frau. Letztlich haben sie sich dafür entschieden, „auch weil unsere Kräfte langsam zur Neige gingen“, so ihr Mann.
Er bilanziert drei Monate, in denen ohne Pause angepackt, körperlich schwer gearbeitet und Zuversicht verbreitet wurde. Vielleicht sei sogar Letzteres das, was am schwersten gefallen ist und bis heute problematisch bleibt. Denn nach wie vor leben viele Flutopfer provisorisch bei Freunden und Bekannten und müssen mit der Aussicht leben, dass an ein normales Dorfleben und wieder intakte Häuser nur sehr langfristig gedacht werden kann.
Firma hinterlässt halb fertige Sassnitzer Brücke

Eine Spezialfirma war mit der Instandsetzung der beliebten Fußgängerbrücke zum Sassnitzer Hafen auf Rügen betraut. Doch die Firma ließ die Brücke halb fertig zurück. Spaziergänger stürzten. Nun fordert die Verwaltung Aufklärung – und dass die Arbeiten beendet werden.
Sassnitz. Majestätisch spannt sich die Fußgängerbrücke vom Rügenplatz in der Oberstadt bis zum Glasbahnhof im Sassnitzer Hafen. Weniger majestätisch waren in der vergangenen Woche die Versuche von Spaziergängern, darauf zu gehen. Halb schlitternd, teils am Geländer festgeklammert, bewegten sich die Fußgänger über die Brücke.
Es kam sogar zu Stürzen, wie OZ-Leserin Danijela Valjan aus Sassnitz berichtete. „Heute Morgen wollten wir einen Spaziergang zum Hafen, über die frisch renovierte Brücke, unternehmen“, schrieb sie. „Was für ein Schreck. Der Boden der Brücke wurde mit einer weißen, sehr rutschigen Farbe bloß bemalt. Wir alle auf der Brücke hatten Angst zu rutschen und wir sahen tatsächlich einen alten Mann, der gefallen ist und sich sehr weh getan hat.“
Sperrung wegen Arbeiten: Firma verlässt Baustelle
Was ist hier passiert? Ein Blick auf den hellen, spiegelnden Belag verrät auch dem Laien, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Die Hängebrücke war im August für einen Monat gesperrt worden, um den Fußboden der Brücke mit einem Spezialbeton bearbeiten zu lassen. Der ursprüngliche Belag aus dem Jahr 2007 habe im Laufe der Jahre gelitten und musste komplett neu gemacht werden. Und diese weiße Farbe soll der Belag sein.
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